Legora CTO auf AI Engineer: Chat ist die falsche Hauptschnittstelle für komplexe Agenten
Jacob Lauritzen, CTO von Legora (vertikale KI für über 1.000 Kanzleien in mehr als 50 Märkten), hielt auf der AI-Engineer-Konferenz einen Vortrag mit der zentralen These, dass Chat strukturell ungeeignet als primäre Schnittstelle für komplexe, langläufige Agenten ist. Sein Kernargument: Chat reduziert einen mehrstufigen Agenten-Arbeitsbaum auf ein eindimensionales Transkript und verschlechtert damit die Möglichkeit der Nutzer, den Agenten zu überprüfen, zu korrigieren und zu steuern, erheblich. Legora setzt dauerhafte Artefakte – Dokumente mit klauselspezifischer Kommentarfunktion und tabellarischen Review-Bögen – als primäre Kollaborationsfläche ein, während Chat lediglich als Eingabemedium dient.
Bedeutung
Wenn Agenten-Workflows auf das Zehn- oder Hundertfache heutiger Arbeitsbäume anwachsen, wird das Chat-Transkript für menschliche Aufsicht schlicht nicht mehr handhabbar. Lauritzens Rahmenwerk – Vertrauen und Kontrolle als orthogonale Achsen, die Ingenieure durch Nachvollziehbarkeit, Dekomposition, Skills und Elicitation in höhere Quadranten treiben müssen – liefert ein konkretes Designvokabular für das Agent-UX-Problem, das derzeit die Enterprise-Einführung bremst.