Preprint: LLMs treiben Pro-Se-Bundesgerichtsklagen auf historisch einmaliges Niveau
Ein neues Preprint dokumentiert, dass LLMs selbstvertretende (Pro-Se-) Bundesgerichtsklagen in einem als historisch einmalig beschriebenen Ausmaß ermöglichen. Die Forschungsarbeit untermauert empirisch ein von Ethan Mollick identifiziertes Breitenmuster: Jedes System, das durch die Aufwandshürde der Teilnahme geregelt wurde – explizit oder implizit –, ob Gerichtsschriften, Empfehlungsschreiben, Behördeneingaben oder Aufsätze, ist nun strukturell anfällig für Disruption, da LLMs diese Hürde nahezu auf null senken.
Bedeutung
Gerichte sind darauf ausgelegt, durch die Aufwandsschwelle anwaltlicher Vertretung zu filtern. Wird dieser Filter ohne Ersatzmechanismus beseitigt, entsteht ein Volumenproblem, für das die Gerichte personell nicht aufgestellt sind. Dieses Preprint gehört zu den ersten, die den Effekt empirisch quantifizieren, und dürfte damit zum zentralen Bezugspunkt für Reformvorhaben zur Anpassung des Justizsystems sowie für Diskussionen zur LLM-Regulierung im Jahr 2026 werden.