OpenAI–Microsoft-Deal wird nicht-exklusiv: Multi-Cloud bis 2032
OpenAI hat seine Partnerschaft mit Microsoft neu strukturiert und die Exklusivitätsbindung aufgehoben – dies ermöglicht es OpenAI nun, Dienste über AWS und Google Cloud anzubieten, ohne die technischen Einschränkungen des bisherigen Vertrags. Microsoft behält bis 2032 eine nicht-exklusive Modell- und Produkt-IP-Lizenz sowie eine gedeckelte Umsatzbeteiligung bis 2030; die Microsoft-Aktie fiel in Reaktion auf die Meldung um rund 5%. Amazon geht als der deutlichste taktische Gewinner hervor – mit einer bestehenden strategischen Partnerschaft, Bedrock-Distribution für OpenAI Frontier und bereits zugesagten Trainium-Kapazitäten.
Warum das wichtig ist
Diese Neustrukturierung verändert den KI-Infrastruktur-Stack für Entwickler, nicht nur Cloudverträge: OpenAI-Workloads sind nun für alle drei Hyperscaler zugänglich, was gleichzeitig Vendor-Lock-in und kartellrechtlichen Druck mindert. Die Abhängigkeit, die OpenAIs Anteil von rund 45% an Microsofts verbleibenden Performance Obligations geschaffen hatte, ist damit formal aufgelöst.