Udio räumt YouTube-Audio-Scraping in Sony-Music-Klageschrift ein

Der KI-Musikgenerator Udio hat in einem Schriftsatz — im Rahmen der laufenden Urheberrechtsklage von Sony Music — eingeräumt, sein Modell auf von YouTube-Videos gescrapten Audiodaten trainiert zu haben. Udio wird bereits von großen Labels und Künstlern wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt, die in Gerichtsdokumenten als in „kaum vorstellbarem Ausmaß" erfolgend beschrieben werden. Das Eingeständnis ist bedeutsam, weil Googles YouTube-CEO explizit erklärt hat, dass das Scrapen von YouTube-Videos für KI-Training einen „klaren Verstoß" gegen die Nutzungsbedingungen der Plattform darstellen würde — was die Frage aufwirft, ob YouTube selbst gegen Udio vorgehen wird.

Warum das relevant ist

Udios Gerichtseingeständnis schafft ein dreiseitiges Rechtsproblem: direkte Urheberrechtshaftung gegenüber den Labels, Exponierung gegenüber YouTubes Nutzungsbedingungen und einen Präzedenzfall, demzufolge Gerichtsverfahren der Mechanismus sein könnten, der die öffentliche Offenlegung von Trainingsdatenquellen erzwingt. Vollständige Klageschrift via Music Business Worldwide.