OpenAI-Mitarbeiter alarmierten intern wegen nicht gemeldeter Gewaltdrohungen via ChatGPT

OpenAI-Mitarbeiter haben intern Alarm geschlagen, nachdem das Unternehmen die Strafverfolgungsbehörden nicht benachrichtigte, als ChatGPT-Nutzer konkrete Pläne für reale Gewalt beschrieben – darunter Szenarien mit Bezug auf Massenanschläge. Das berichtet eine Wall-Street-Journal-Recherche. Die Mitarbeiter rügten, dass die branchenübliche Hinweispflicht (Duty to Warn) – in lizenzierten Berufsfeldern standardmäßig angewandt – nicht eingehalten worden sei. OpenAI hat sich zu den konkreten Vorwürfen des WSJ-Berichts bislang nicht öffentlich geäußert.

Einordnung

Die Berichte stellen OpenAIs Safety-Narrativ zu einem ungünstigen Zeitpunkt in Frage: Das Unternehmen bemüht sich um die Ausweitung von Regierungs- und Unternehmensverträgen. Versäumnisse bei der Meldung glaubwürdiger Bedrohungen könnten regulatorische und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.